Golfclub München-Valley
Ein Weltstar seines Fachs in Valley:
Golf-Guru David Leadbetter begeisterte
„Nett, sympathisch, nahbar und vor allem authentisch“ – das waren die Meinungen von Golf-Journalisten und deutschen Golf-Lehrern nach dem zweitätigen Besuch des englischen „Golf-Professors“ David Leadbetter, 53, der jetzt erstmals in seiner Dependance im Golfclub München-Valley lehrte.
Selbst „gestandene“ Golf-Insider waren positiv überrascht, wie angenehm der weltweit als bester Golflehrer anerkannte Brite mit Wohnsitz in Florida und Eigner von 28 Leadbetter-Dependancen in 13 Ländern auftrat: Zuerst mit einer Privatgruppe von Aufsichtsräten und Botschaftern, dann vor den Medien, denen er keine Frage unbeantwortet ließ und schließlich vor den Profis der deutschen Golflehrer. Leadbetter: „Am meisten hat mich ehrlich gesagt der sensationelle Platz in Valley überrascht. Ein echter Championship-Kurs. Und die Fairways und Grüns suchen in Europa ihresgleichen!“
Er muß es wissen – denn Leadbetter „tourt“ den ganze Sommer über durch Europa und war schon einen Tag nach Valley wieder in Stockholm.
Bevor er den Valley-Mitgliedern Lena Weichselgartner, der frisch gekürten bayrischen Jugendmeisterin Ramona Zauner und Jungprofi Constantin Schwierz noch geduldig und fachlich Praxis-Tipps für ihren Golfschwung gab, stellte er sich der versammelten Creme de la creme der Golf-Medien.
Interessant: Leadbetter hält z. B. den Schwung von Branchenführer Tiger Woods nicht unbedingt für attraktiv: “Davon mal abgesehen, dass er derzeit wohl andere Probleme hat, wirkt sein Schwung eher künstliche und nicht natürlich. Ich halte den Golfschwung des Südafrikaners Ernie Els immer noch für einen der attraktivsten. Aber hier in Deutschland, wo ich einen großen kommenden Golf-Markt sehe, wachsen nach meinem Freund Bernhard Langer ja auch tolle Talente heran. Martin Kaymer hat ja schon der ganzen Golf-Welt gezeigt, was er kann.“
Die Frage, ob Tiger Woods seine Position als Branchenführer halten kann, verneinte Leadbetter: „Ich glaube, es wir nie mehr einen Profi geben, der über 260 Wochen die Nummer 1-Postion hält, sondern es werden sich immer wieder verschiedene Spieler wechselnd nach oben spielen. Und das ist gut für den Golfsport – vor allem nicht so langweilig!“
Der Pionier des Golflehrens gibt nach 30 Jahren Lehrtätigkeit zu: „Die Technik hat uns Golflehrern enorm geholfen. Wenn ich mir vorstelle, welch schlechte Qualität die früheren Videokameras noch hatten und welche Hightech-Technologien uns heute helfen – seien es Laser, Ultraschall oder Highspeed-Kameras – dann hilft es nicht nur uns Lehrern, sondern ist vor allem den Schüler.“
Leadbetter überraschte in Valley auch mit seiner Meinung, dass „Europa im Golfen größere Fortschritte als Amerika“ macht und „bald aufgeholt hat, wenn es noch mehr öffentliche Golfanlagen gäbe“, dass Golf in Deutschland zum „führenden Freizeitsport werden kann“ und dass die Aufnahme von Golf im olympischen Programm 2016 „unseren Sport noch weit nach vorne bringen wird. Vor allem in China und Indien.“
Fazit: Ein sehr gelungener Auftritt vom Altmeister des Golfschwungs!
Valley-Manager Marko Dresp: „Sowohl fachlich als auch menschlich ist Leadbetter überragend. Er hat bei uns in Valley in keiner Sekunde den Weltstar heraushängen lassen und jedem, der auf ihn zukam, Rede und Antwort gestanden. Natürlich freut es uns besonders, dass er unsere Golfanlage so positiv bewertet hat.“
Conny Konzack
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